Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Lebensmittelzusatzstoffe werden häufig mit der Entstehung von Krankheiten in Verbindung gebracht.

Die Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln (LMKV) regelt, dass die Inhaltsstoffe sämtlicher Lebensmittel als sogenannte Zutaten deklariert werden.

Dabei werden den Zutaten E-Nummern (EG-Nummern) zugeordnet, die in Europa einheitlich verwendet werden. Die Zulassung eines Stoffes als Zutat durch die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, erfolgt nur, wenn der Stoff nachweislich gesundheitlich unbedenklich sowie technologisch notwendig ist und der Verbraucher durch die Verwendung des Zusatzstoffes nicht getäuscht wird. Derzeit sind etwas über 300 Stoffe als Zutaten zugelassen.

In der Regel müssen Zusatzstoffe vorrangig bei verpackten Lebensmitteln im Zutatenverzeichnis angegeben werden.

Es gibt allerdings Ausnahmen. Bei lose verkauften Waren reicht ein Schild auf oder neben dem Lebensmittel. Bei Abgabe von Lebensmitteln in Gaststätten im Gastronomiebetrieb ist auf Speise- oder Getränkekarten die Angabe in Fußnoten ausreichend, wenn in der Verkehrsbezeichnung, also dem Namen des Produkts auf der Karte, darauf verwiesen wird. Es müssen übrigens nicht immer alle Zusatzstoffe angegeben werden. Wenn die Wirkung im Endprodukt schlussendlich nicht mehr vorhanden ist, kann der Hersteller auf seine Nennung verzichten. Buchempfehlung: Die Ernährungslüge: Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt

Bei den E-Nummern handelt es sich um einen Identifikationscode, mit dem die derzeit zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe nummeriert und gekennzeichnet werden.

Dabei werden die Zusatzstoffe nach ihrer Funktion im Lebensmittel eingeteilt:

  • Farbstoffe (ab E 100) : Farbstoffe färben das Lebensmittel und machen es so für den Verkauf attraktiver. 
  •  Konservierungsstoffe (ab E 200) : Sie hemmen das Wachstum von Mikroorganismen, schützen die Lebensmittel so vor Verderb und machen sie länger haltbar. 
  • Antioxidationsmittel (ab E 300) : Sie schützen vor dem Verderb durch Sauerstoff, indem sie eine Oxidation verhindern. 
  • Verdickungs- und Geliermittel, Stabilisatoren (ab E 400) : Diese Stoffe verdicken das Lebensmittel, indem sie Wasser binden.

Lebensmittelzusatzstoffe werden häufig mit der Entstehung von Krankheiten in Verbindung gebracht.

Das gibt auch immer wieder Anlass zu erneuten Prüfungen schon zugelassener Stoffe. Doch viele der bisher vermuteten Zusammenhänge gelten inzwischen als widerlegt, andere Thesen bedürfen noch eingehender Klärung. Das gilt immer wieder und vor allem auch den Befürchtungen, dass Allergien und Krebserkrankungen von Zusatzstoffen ausgelöst werden können. Dies ist bei den derzeit zugelassenen Zusatzstoffen allerdings in keinem Fall eindeutig bewiesen. Diskussionen flammen dennoch immer wieder auf, wie kürzlich erst zu Wurst und Schinken. Allerdings sind bei dieser Diskussion wiederholt bekannte Thesen mit Statistiken kombiniert worden, ohne wissenschaftlich fundierte Ergebnisse oder gar Erklärungen zu liefern.  Textquelle: Ralph Kaste Buchempfehlung: Chemie im Essen: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Wie sie wirken, warum sie schaden