Wohin spenden im Dezember?

Wohin spenden? Fallen Sie nicht auf Spenden-Betrüger herein und erfahren Sie, wie man an seriöse Organisationen spendet…

Hinweise zum richtigen Spenden:

Es gehört zu den ausgesprochen guten Traditionen in Deutschland, dass kurz vor den Weihnachtsfeiertagen auch an jene gedacht wird, denen das Leben fast unüberwindbare Hürden aufgestellt hat. Doch auch beim Helfen gibt es ein paar Dinge zu beachten.

In Deutschland herrscht eine hohe Spendenbereitschaft, wohl ein deutliches Zeichen für gelebte Nächstenliebe. Allein im Jahr 2015 wurden 5,5 Milliarden Euro gespendet. Dabei sind Sachspenden und andere Hilfeleistungen noch gar nicht einbezogen. Doch wo Licht ist, da gibt es bekanntlich auch Schatten. Im Bereich der Spenden sind das immer wieder Trittbrett fahrende Betrüger, die teilweise straff organisiert sind.

Wohin spenden im Dezember?

Damit die Spenden auch wirklich ihren Zweck erfüllen und als echte Hilfe beim Empfänger ankommen, sollte man ein paar Regeln beachten:

  • Zeitdruck
  • auslösen von Mitleid
  • oder gar angebotene Fördermitgliedschaften zwischen Tür und Angel sind regelmäßig nicht seriös.

Der Spendenwillige hat gar keine Chance, sich umfassend über Zweck und Geldverbleib zu informieren. Das ist aber äußerst wichtig. Deshalb sollte sich jeder bei der Entscheidung darüber Zeit lassen, wem er seine Spende zuwendet.

Hilfreich bei der Auswahl können die vom Finanzamt anerkannte Gemeinnützigkeit sein, ein hohes Maß an Auskunftsfreude und auch die Einsichtsmöglichkeit in den letzten Jahresbericht. Dort ist in der Regel aufgeschlüsselt, wie die vereinnahmten Gelder verwendet wurden. Bei großen Posten für Verwaltung und Werbung muss man also entsprechend vorsichtig sein.

Seriöse Spendenorganisationen finden

Das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (dzi) ist nicht zwingend Maßstab für die Seriosität. Viele kleinere Organisationen beantragen das Siegel nicht oder sind noch nicht lange genug am Markt. Im Internet ist unter www.dzi.de aber eine Liste von über 250 Organisationen abrufbar, deren Werbemethoden und Jahresrechnung das dzi geprüft und für die sie ein Spendensiegel vergeben hat. Über die lange Zeit ihres Wirkens haben sich natürlich einige Organisationen einen respektablen Ruf erarbeitet, vor allem mit dem Nachweis der Verwendung. Das sind immer willkommene Indizien, die Entscheidungen erleichtern. Dennoch wollen viele ihre Zuwendung mit einer Zweckbindung versehen. Das ist ihr gutes Recht, wenn auch viele Organisationen stöhnen.

So manche Projekte erscheinen damit überversorgt, während es anderswo am Nötigsten fehlt. Bei ausreichend Vertrauen ist es deshalb immer besser und sinnvoller, ohne Zweckbindung zu spenden.

Ein hohes Maß an Seriosität und noch dazu der verbürgte, vollumfängliche Einsatz aller Spendengelder für benachteiligte und bedürftige Kinder in Deutschland und der Welt, bietet das Charity-Projekt „Ein Herz für Kinder“. Bekannt sind die roten Herzen seit Jahrzehnten und auch der Grundgedanke, der bis heute geblieben ist: Jede auch noch so kleine Spende zählt!

Spende von der Steuer absetzen

Wer seine Spende von der Steuer absetzen will, braucht in der Regel eine Quittung. Bei Spenden im Wert von bis zu 200 Euro genügt dafür allerdings der Einzahlungsbeleg. Doch nicht alle Spenden werden vom Finanzamt anerkannt. Lediglich solche, die der Förderung steuerbegünstigter Zwecke dienen. Das sind Zuwendungen an Organisationen, die mildtätige, kirchliche, religiöse, wissenschaftliche, staatspolitische oder gemeinnützige Ziele verfolgen. Insgesamt lassen sich pro Jahr maximal 20 Prozent des Einkommens als Sonderausgabe geltend machen.

Auch Sachspenden sind übrigens steuerlich absetzbar, wenn der Wert der Gegenstände nachweisbar ist. Quittungen oder auch plausible Schätzungen sind dabei anerkannt.

Textquelle: Ralph Kaste