Der Garten im Februar

Auch Brombeeren sollte man bereits im Februar zurückschneiden, damit sie im Sommer möglichst viele Früchte tragen.

Im Monat Februar wird seit Jahrhunderten die Kerzenweihe und Lichterprozession gefeiert, die unter dem Namen „Mariä Lichtmess“ bekannt ist.

In den Anfängen des Brauchs wurde das kirchliche Fest am 14. Februar begangen, später hat sich der 02. Februar eingebürgert. Das früher noch sehr bedeutende Fest wird heute nur noch selten mit einer aufwendigen Lichterprozession gefeiert. Dabei war die Lichtmess bis 1912 auch ein offizieller Feiertag. Nach diesem Tag begann traditionell wieder die Arbeit der Bauern nach der Winterpause.

Auch viele Hobbygärtner empfinden das Datum als Startschuss in die Saison.

Dabei könnte es diesmal ein paar Verzögerungen geben, liegt doch in vielen Gegenden gerade eine kompakte Schneedecke auf Feld und Flur. Das muss für das Garten- und Erntejahr aber nicht nachteilig sein, besagt doch eine der vielen Bauernregeln auch: „ Ist’s an Lichtmess hell und rein, wird’s ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.“

Soweit der Schnee also auch im Februar vielerorts wieder verschwindet, kann der geneigte Gärtner zu ersten sinnvollen Taten schreiten.

Dazu gehören vor allem Verschnitt-Arbeiten an den Obstbäumen. Einzig die Kirschen sollten noch ausgespart bleiben. Dafür kann man sich aber an die Hecken wagen und sollte das auch unbedingt mit einem ersten Schnitt im Februar erledigen. Denn spätestens im März bevölkern Vögel auf der Suche nach Nistplätzen das Geäst. In Wohngebieten gilt vom 1. März bis 30. September sogar ein Bestandsschutz, damit Vögel und andere Tiere in den Gehölzen nisten können. Schnitte zum Formen und Pflegen sind allerdings auch im Frühjahr und Sommer erlaubt. Buch: Vertikal gärtnern: Grüne Ideen für kleine Gärten, Balkon & Terrasse

Auch Brombeeren sollte man bereits im Februar zurückschneiden, damit sie im Sommer möglichst viele Früchte tragen.

Dabei werden die Ruten bodennah zurückgeschnitten, die bereits im vergangenen Jahr Früchte getragen haben. Bei den Rosen muss man allerdings noch Vorsicht walten lassen. Erst bei überwiegend mildem Wetter ist der Schnitt zu empfehlen.

Ende Februar kann man auch schon die Frühkartoffeln vorkeimen. Die Saatkartoffeln sollten in flachen Kisten locker ausgebreitet und dann bei 12 bis 15 Grad möglichst hell aufgestellt werden. Gleiches Verfahren können dann auch die Samen von Salat, Kräutern und Frühlingsblumen erfahren.

Ist der Schnee verschwunden und lässt sich die Sonne zunehmend länger blicken, dann zeigen sich die im Herbst gepflanzten Frühblüher in ihrer ganzen Pracht. Vor allem Krokusse und Schneeglöckchen verzücken das Auge im noch winterlichen Garten. Wer es im Herbst versäumt hat, diese Frühblüher zu stecken, kann das im Februar aber noch bestens nachholen. Die Blüte der Blumen erfolgt dann lediglich etwas später als gewöhnlich. Dabei sollten bereits ausgetriebene Zwiebeln nur sehr flach in die Erde gesetzt werden, sonst bekommt man die Pracht nicht mehr zu sehen.

Wer die milden und sonnigen Stunden voll nutzen will, kann auch schon Beete vorbereiten und Kompost ausbringen. Ebenso können abgedeckte Beete im Kräutergarten für mehrere Stunden gut durchgelüftet werden. Dabei kann man den Bestand und dessen Gesundheit kontrollieren. Textquelle: Ralph Kaste