Der Garten im Januar

Gartenarbeiten im Wintermonat Januar werden überwiegend vom Wetter bestimmt.

Bei anhaltendem Frost gibt es wenig zu tun. Lediglich mögliche Schneelasten und starke Vereisungen gilt es zu beseitigen, um den Pflanzen das Leben zu erleichtern.

Ist das Wetter weitgehend offen und liegen die Temperaturen längerfristig im verträglichen Bereich, dann lohnen sich erste Vorbereitungen natürlich schon. Zum Beispiel kann man Obstbäume und Gehölze mit einem ersten Schnitt versehen. Dazu sollte aber der Frost ein paar Tage außer Sichtweite sein, sonst können sich die Schnittstellen nicht wieder schließen. Buch: Das Kosmos Gartenjahr 2017

Ebenfalls problemlos kann die Versorgung der Beete mit frischer Komposterde in Angriff genommen werden.

Die Nährstoffe stehen den Pflanzen dann möglichst zeitig beim Austrieb zur Verfügung. Dabei kann man auch gleich noch letztes moderndes Laub beseitigen, dass sich mit dem Wind in den Garten verirrt hat. Buch: Frisches Gemüse im Winter ernten: Die besten Sorten und einfachsten Methoden für Garten und Balkon. Poster mit praktischem Anbau- und Erntekalender. 77 verschiedene Gemüse

Auch viele Pflanzen im Kräutergarten leiden im Winter. Natürlich bieten Mulch-Schichten oder Vlies einen probaten Schutz vor den Frösten. Doch bei milderen Temperaturen dörren die Pflanzen sehr schnell aus. Damit diese Trockenheit keine bleibenden Schäden verursacht, ist leichtes Wässern unbedingt zu empfehlen.

Als Gärtner hat man in der Regel auch ein Herz für die Tiere.

Besonders Vögel sind im Winter dankbar, wenn man ihnen neben einer kleinen Futterstelle auch regelmäßig frisches Wasser anbietet. Gerade in frostigen Zeiten finden sie in der Natur nur noch selten eine verlässliche Tränke. Andere Tiere hingegen, die regelmäßig für Schäden sorgen, können nun auch recht wirksam in die Flucht geschlagen werden. Gerade Wühlmäuse sind sonst das ganze Jahr über ein Ärgernis.

Die wichtigste Arbeit im Januar ist aber die Vorbereitung auf das kommende Gartenjahr. Jetzt bietet sich ausreichend Zeit, um Gartenbücher zu studieren, in Katalogen zu blättern und die Gestaltung zu planen. Wer das akribisch in Angriff nimmt, kann auch frühzeitig mit der Umsetzung beginnen. Textquelle: Ralph Kaste