Herbstfrüchte – Essbare Kastanien

Als Tierfutter ist die Rosskastanie durchaus geeignet, für den Menschen allerdings ist sie ungenießbar. Auch Edelkastanien und Maronen sind roh nicht zum Verzehr geeignet. Lediglich das Fruchtfleisch ist genießbar.

Wer kennt sie nicht, die im Herbst massenhaft von den Bäumen fallenden braunen Kastanien.

Gemeint sind hier vor allem die Rosskastanien. Für viele Kinder ein willkommener Anlass, damit viel Originelles zu basteln. So mancher sammelt die Kastanien auch für die Tiere, die sich keinen Wintervorrat zulegen. Als Tierfutter ist die Rosskastanie durchaus geeignet, für den Menschen allerdings ist sie ungenießbar. Dafür kommen andere Kastanien in Betracht, die natürlich auch jetzt im Herbst ihre Reife erreicht haben.

Die bekanntesten essbaren Kastanien sind bei uns die Edelkastanie und die Marone.

Letztere ist eine speziell gezüchtete Edelkastanie, die vor allem an ihrem besonders aromatischen Geschmack erkennbar ist. Daneben lassen sich Maronen leichter schälen, sind runder und auch größer als die herkömmlichen Edelkastanien. Sie gelten als Schalenobst, so wie die Nüsse. In vielen Regionen der Erde werden Edelkastanien zum Verzehr angebaut. Weltmarktführer ist dabei mit Abstand China.

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Bei uns finden sich Edelkastanien und Maronen vor allem im Supermarkt oder auf einem der zahlreichen Märkte in der Stadt. Allerdings kann man diese Kastanien im Herbst auch selbst sammeln,  Bäume finden sich häufig in Parks, seltener im Wald. Reife Exemplare fallen auch bei den essbaren Arten selbst vom Baum und die Schalen platzen auf. Essbare Kastanien haben feinere Stacheln an den grünbraunen Hüllen und die Früchte sind deutlich kleiner als die der Rosskastanien.

Auch Edelkastanien und Maronen sind roh nicht zum Verzehr geeignet.

Lediglich das Fruchtfleisch ist genießbar, deshalb muss es mittels Wärme von der braunen Hülle getrennt werden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten, im Kochtopf oder im Backofen. Bei der Zubereitung wandelt sich der hohe Stärkeanteil in Zucker um. Durch diesen Vorgang erhalten die Kastanien ihren typisch süßlichen Geschmack. Zuerst wird allerdings die Schale mit einem scharfen Messer kreuzförmig eingeritzt. Take2 29001 Maroni-ritzer, -schneider „Jack“, Edelstahl Diese Einkerbung verhindert, dass die Edelkastanien bei großer Hitze platzen. Anschließend werden die eingekerbten Früchte in einen Topf gegeben und mit Wasser aufgefüllt, bis alle Kastanien bedeckt sind.

Bei vollständig geschlossenem Deckel dauert der Kochvorgang etwa 15 bis 20 Minuten, dann platzen die Schalen leicht. Jetzt werden die Kastanien durch ein Sieb abgegossen und abgekühlt. Anschließend lassen sie sich ganz leicht von ihrer braunen Schale befreien, um an das Fruchtfleisch zu gelangen.

Auch vor dem Rösten im Backofen werden die Kastanien entsprechend an der braunen Schale eingeritzt.

Der Backofen wird auf etwa 200 Grad vorgeheizt und die Kastanien, auf einem Backblech einlagig verteilt, in den Ofen geschoben. Dabei sollte die geritzte Seite möglichst nach oben zeigen. Nach etwa 20 Minuten platzen auch hierbei die Schalen leicht auf. Um ein Austrocknen der Früchte während des Backvorgangs zu verhindern, kann man ein offenes kleines Gefäß mit Wasser auf dem Backblech positionieren. Nach dem Abkühlen lassen sich auch hier die Schalen leicht entfernen und das Fruchtfleisch steht zur Verfügung. Um den typischen Rösteffekt zu erzielen, gibt man die geschälten Früchte ohne weitere Zusätze in eine heiße Guss- oder Eisenpfanne und brät sie unter ständigem Schwenk etwa eine Minute an. Verwendet werden Kastanien gerne für eine markant würzige Creme-Suppe oder auch als Süßspeise in Kombination mit Mousse au Chocolat. Maronen hingegen finden als Füllung bei Geflügelgerichten Verwendung oder auch als Suppe, teilweise in Kombination mit Kürbis.

Esskastanien: Sie schmecken etwas süsslich, sind mehlig, sind glutenfrei und deshalb auch als Getreideersatz verwendbar. Esskastanien haben 200 Kalorien (kcal) pro 100 Gramm. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Magnesium, Mangan, Kalium, Kupfer, ungesättigten Fettsäuren, Stärke und Zucker. Außerdem sind Wasser, Vitamin B1 und B2, B5, B6, E und Proteine in nennenswerter Menge enthalten. Textquelle: Ralph Kaste