Creme oder Salbe – Unterschied?

Mit der Bezeichnung Lotion werden kosmetische Mittel angeboten, die in der Regel einen hohen Wasseranteil enthalten und sich dadurch gut auftragen lassen.

Wer Wert auf körperliche Pflege legt, dem sind Salben, Cremes und Lotionen keine Unbekannten.

Dienen sie doch vor allem der gezielten Hautpflege, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Um diesen speziellen Anforderungen gerecht werden zu können, besitzen die Pflegeprodukte eine voneinander abweichende Konsistenz. Diese ergibt sich durch das Mischungsverhältnis von Wasser und Öl.

Cremes haben im Vergleich zu Salben eine wesentlich weichere Konsistenz.

Das liegt daran, dass ihr Wassergehalt wesentlich höher ist. In Cremes dürfen auch andere wässrige Anteile enthalten sein. Da sich Öl und Wasser aber nicht einfach miteinander verbinden, muss ein weiterer Rohstoff hinzugefügt werden, ein sogenannter Emulgator. Dieser Hilfsstoff sorgt dafür, dass sich wässrige und fettige Anteile zu einer Emulsion mischen lassen. Cremes lassen sich außerdem auf der Haut besser verteilen und ziehen besser ein als Salben.

Die ursprüngliche Salbe war wasserfrei, unter vorwiegender Verwendung halbfester Substanzen.

Mittlerweile sind unter dieser Bezeichnung aber auch Wasser-in-Öl- Kombinationen anzutreffen. Grundlage von Salben sind meistens Vaseline oder fetthaltige Stoffe. Salben dienen in erster Linie medizinischen Zwecken, da sie nicht sofort einziehen und auch nur schwer abwaschbar sind.

Sowohl bei den Cremes als auch bei Salben unterscheidet man zusätzlich zwischen hydrophoben (wassermeidenden) und hydrophilen (wasserliebenden) Arten. Wesentlich dabei ist, ob es sich um eine Wasser-in-Öl-Emulsion (W/Ö) oder um eine Öl-in-Wasser- Emulsion (Ö/W) handelt, also welcher Stoff den anderen umschließt. Daraus ergeben sich dann auch die speziellen Eigenschaften, die bei der Anwendung auf der Haut erzielt werden sollen.

Je fettiger die Haut, umso mehr Wasser sollte die Pflege enthalten.

Der Unterschied zwischen Salben und Cremes ist also gravierend. Umgangssprachlich werden die Begriffe manchmal allerdings als gleichbedeutend benutzt.

Daneben gibt es inzwischen auch sogenannte Mehrfachemulsionen. Dabei handelt es sich um mindestens zwei ineinander verschachtelte Emulsionen. Durch dieses Prinzip werden besondere Wirkverfahren möglich: Während die äußere Wasserphase eine kurzfristige Feuchtigkeitswirkung bietet, die Ölphase intensiv pflegt und vor Feuchtigkeitsverlust schützt, bewirken die mikrofeinen inneren Wasserpartikel eine langfristige Feuchtigkeitsversorgung. Man spricht auch vom Depot-Effekt.

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Mit der Bezeichnung Lotion werden kosmetische Mittel angeboten, die in der Regel einen hohen Wasseranteil enthalten und sich dadurch gut auftragen lassen. Für diese Produktgruppe wird häufig der Begriff „Milch“ verwendet. Textquelle: Ralph Kaste