Nudel ist nicht gleich Nudel

Nudeln aus Hartweizen enthalten Gluten und dieses verleiht den Produkten ihren typisch klebrigen Charakter beim Kochen.

Das Angebot ist gigantisch – Wer das Einmaleins der Nudeln nicht komplett beherrscht, kann auch die Vielfalt der unterschiedlichsten Varianten nie komplett auf sich wirken lassen.

Wir haben uns deshalb nachfolgend dem Thema vorsichtig genähert und zeigen ein paar Einblicke in die Vielfalt der Produktsparte:

Zuerst fällt die Unterschiedlichkeit der Formen ins Auge. Da gibt es die Analletti, es sind kleine, ringförmige Nudeln. Die Bucatini dagegen sehen aus, wie etwas dickere Spaghetti. 

Die Cannelloni sind hingegen große, röhrenförmigen Nudeln. Die Cellantani wiederum sind kleine spiralförmige Nudeln. Die Farfalle sehen aus wie Schmetterlinge. Fettuccine sind breite, glatte Bandnudeln. Fusilli haben die Form einer Spirale. Gigli erinnern an Blütenkelche der Lilien. Lasagne sind breite Nudelplatten und Linguine sind flache, schmale Bandnudeln.

Buch:Tante Nudel, Onkel Ruhe und Herr Schlau: Ein Bilderbuch von Helme Heine (MINIMAX)

Die Makkaroni sind lang und röhrenförmig, die Pappardelle dagegen sehr breite, lange Bandnudeln. Penne sind hohle Röhrennudeln mit einem schräg abgeschnittenen Ende. Ravioli erscheinen als gefüllte Teigtaschen mit gezacktem Rand. Rigatoni dagegen gehören zu den hohlen Nudelsorten und sind außen gerippt. Die Rotelle sind radförmige Nudeln, wohingegen sich Spaghetti durch eine lange, dünne Form auszeichnen. Tagliatelle sind flache Bandnudeln, die meist als kleine Nester angeboten werden und schlussendlich die Tortellini, die sich als Teigtaschen nur in der Form von Ravioli unterscheiden.

Daneben werden Nudelprodukte auch noch nach der Art des Grundstoffs differenziert.

Diese Klassifikation ist für viele Konsumenten erheblich bedeutender als die Form. Bestimmen doch die Grundstoffe vor allem über Geschmack, Verträglichkeit und Kalorien.

Nudeln aus Hartweizen enthalten Gluten und dieses verleiht den Produkten ihren typisch klebrigen Charakter beim Kochen. Bei einer Gluten-Unverträglichkeit ist also Vorsicht geboten. Doch auch andere Nudelarten können glutenhaltig sein, so dass sich bei bekannten Unverträglichkeiten immer ein Blick aufs Etikett lohnt. Spezielle glutenfreie Nudeln werden aus Reis-, Mais- oder Buchweizenmehl angeboten.

Die bekannten Eiernudeln verdanken ihren Namen dem hohen Ei-Gehalt.

Pro Kilogramm Grieß oder Mehl müssen sie drei Eier oder Eigelbe enthalten. Im Unterschied zu den Nudeln aus Hartweizen wird hier die Klebeeigenschaft der Eier genutzt. 

Vollkornnudeln haben einen hohen Ballaststoff-Gehalt und sättigen daher länger als andere Nudelsorten. Die bräunliche Farbe und der nicht zwingend typische Nudel-Geschmack können manchen Genießer stören. Für viele liegt aber gerade darin der Reiz.

Glasnudeln werden aus der Mung-Bohne hergestellt und finden vor allem in der asiatischen Küche Verwendung.

Im gegarten Zustand sind sie annähernd durchsichtig. Die asiatischen Reisnudeln hingegen sind eher weißlich und bestehen zum großen Teil aus Reismehl. Beide Nudelarten sind glutenfrei, was auf der Verpackung auch vermerkt sein sollte. Buch: Feine Gemüse-Nudeln: Rezepte für den Spiralschneider

Alle Nudelarten bewegen sich im Kalorienbereich pro 100g zwischen 95 und 155 kcal. Die höchsten Werte erreichen hier die Produkte aus Hartweizen und die Vollkornnudeln. Dennoch sind Nudeln als Grundnahrungsmittel durchaus geeignet, allein auf die Menge kommt es an. Textquelle: Ralph Kaste