Glühwein und Feuerzangenbowle

Eine weitere Abwandlung des Punsches ist die Feuerzangenbowle.

Alles Punsch- Glühwein und Feuerzangenbowle selbst gemacht

Der würzig fruchtige Geruch von Glühwein ist auf jedem Weihnachtsmarkt anzutreffen und gut gemachte Kreationen sind überaus begehrt. Dabei ist die heißgetrunkene Variante lediglich eine Abwandlung des Punsches. Das Rezept brachten Seefahrer einst aus dem indischen Raum mit in unsere Breiten. Hier hat das Ur-Rezept diverse Anhänger aber auch ebenso viele Abwandlungen erfahren.

Gerade bei den Gewürzen ist der Ideenreichtum ungebrochen, so dass auch auf den Weihnachtsmärkten kein Glühwein dem anderen gleicht.

Man kann sich aber auch für gemütliche Abende die Zutaten besorgen und das Getränk selbst zubereiten. Viel falsch machen kann man dabei nicht. Allerdings bleibt unbedingt zu beachten, dass der Wein beim Kochen niemals über 80 Grad erhitzt werden darf. DerAlkohol würde sonst schlicht verdunsten und der Geschmack der Früchte und Gewürze wäre negativ beeinflusst.

Einkaufsliste für den Glühwein zu Hause:

750 ml trockener Weißwein, 750 ml Roséwein, 1500 ml Rotwein (Bordeaux), 300 g Zucker, 1 unbehandelte Zitrone, 2 Stangen Zimt, 1 Messerspitze geriebenen Muskat, 5 Gewürznelken, 2 Sternanis, 1⁄2 TL Piment. Die Zitrone waschen in Scheiben schneiden, Scheiben halbieren und vom Fruchtfleisch lösen. Verwendung finden nur die Schalen. Diese zusammen mit den Gewürzen und dem Wein in einen entsprechend großen Topf oder Kessel geben und bis unter die Kochstufe erhitzen. Das Ganze etwas ziehen lassen und heiß servieren. Das wusste schon Friedrich Schiller und beendet sein berühmtes Punschlied mit den Worten: „ … Eh es verdüftet schöpfet es schnell, nur wenn er glühet, labet der Quell.“

Eine weitere Abwandlung des Punsches ist die Feuerzangenbowle.

Der Name steht hier für die ungewöhnliche Zubereitung. Über der eigentlichen Rotwein-Bowle wird ein mit Rum getränkter Zuckerhut entzündet, der auf einer speziellen Zange liegt. Die dabei lodernden bunten Flammen sorgen für einen tollen Anblick und eine stimmungsvolle Atmosphäre. Durch den karamellisierten Zucker, der allmählich in die Bowle tropft, wird die Feuerzangenbowle langsam gesüßt.

Einkaufsliste für die Feuerzangenbowle:

2 Liter Rotwein (Spätburgunder), 500 ml Orangensaft
1 unbehandelte Orange, 1 unbehandelte Zitrone, 1 Stange Zimt, 6 Gewürznelken, 4 Sternanis,1 Zucker-Hut, 350 ml Rum. Orange und Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. Den Rotwein zusammen mit den Obstscheiben und den Gewürzen erhitzen, ohne die Kochstufe zu erreichen und dann bei geringer Hitze etwa zehn Minuten ziehen lassen. Die Bowle in ein hitzebeständiges Bowle-Gefäß geben und die Feuerzange mit dem Zuckerhut darüber platzieren. Auf den Zuckerhut wird der Rum geträufelt und dann angezündet.

Im Handel gibt es dekoratives Zubehör für die Bowle und den Glühwein.

Mit diversen Gewürzkombinationen kann man die Getränke je nach persönlichem Geschmack noch verfeinern. Ein Schuss Orangenlikör oder auch Amaretto geben dem Getränk eine ganz besondere Note. In Skandinavien wird die dort Glögg genannte Variante traditionell mit Aquavit oder Wodka aufgepeppt. Für Kinder und Autofahrer wird statt des Alkohols einfach Schwarzer Tee verwendet. Textquelle: Ralph Kaste