Tipps zum Selbermachen- Ostereier

Wer neben den Farben auch einen Nerv für individuell gestaltete Ostereier hat, dem seien Sorbische Ostereier empfohlen.

Zum Osterfest gehören Eier, soweit man nicht tierische Lebensmittel generell ablehnt.

In vielen Familien ist es immer noch ein österlichen Ritual, dass im Vorfeld der Festtage die Eier kreativ gestaltet werden. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Techniken. Wir wollen nur einige davon als Anreiz erwähnen. So ist es beispielsweise durchaus spannend, schon die Farben für das Bemalen selbst herzustellen. Dazu wird einfach auf die Farbpaletten der Pflanzen und ihrer Früchte zurückgegriffen.

Diese Idee ist sicher aufwendig, kommt aber dem gelebten Umweltbewusstsein am besten entgegen.

Die gelbe Farbe lässt sich kochend aus den Zwiebeln gewinnen. Für ein kräftiges Gelb bietet sich allerdings ein Kurkuma-Bad für die Eier an.
Eine gelblich-orangene Farbe hingegen verspricht das Einlegen der Eier in einen Sud aus Karottensaft, Zitronensaft und Orangensaft.

Eine gelblich-grüne Farbe lässt sich spielend leicht aus verschiedenen Gemüsesorten gewinnen, ein besonders intensives Grün verspricht die Petersilie.
Die Farben von Blau bis Lila lassen sich aus roten Zwiebeln, roten und schwarzen Johannisbeeren und geriebenem Rotkraut ziehen. Alles wird miteinander gekocht, zum Schluss werden die Eier hinzugegeben.

Das kräftige Rot gewinnt man, indem man die gekochten Eier in einen Brei aus geriebener roter Beete gibt.

Natürlich muss man für die Eier einige Vorbereitungen treffen.

Legt man beim Kauf Wert auf artgerechte Haltung der Hühner, so ist ein Blick auf die Kennzeichnung unerlässlich. Sollen ausgeblasene Eier bemalt werden, ist das Leeren vor dem Färben zu erledigen. Sollen die bunten Eier zu den Festtagen verzehrt werden, ist das Kochen vor dem Bemalen angezeigt. Dabei müssen die Eier zwischen 8 bis 10 Minuten im kochenden Wasser zugebracht haben.

Wer neben den Farben auch einen Nerv für individuell gestaltete Ostereier hat, dem seien Sorbische Ostereier empfohlen.

Dazu werden hart gekochte Eier punktuell mit Kerzenwachs beträufelt oder, man steckt eine Stecknadel auf einen Weinkorken, taucht diese in das flüssige Wachs und kann damit filigrane Ornamente Schriften etc. auf das Ei aufbringen. Anschließend wird das Ei in eine Schale mit der gewünschten Farbe gegeben. Anschließend das Ei herausnehmen und gut trocknen. An den Stellen, wo das Wachs aufgeräufelt ist, wird die Farbe kaum aufgenommen. Je öfter man diese Prozedur wiederholt, desto intensiver wird natürlich der Farbton. Zum Schluss mit einem Fön das Wachs vorsichtig schmelzen und mit Küchenpapier vorsichtig aufnehmen.

Alternativ auch die Ostereier im Metallic-Look

Nach dem Färben der Eier werden Metallic-Tattoos für die Haut in Gold, Silber und verschiedenen Farbtönen grob ausgeschnitten und die Schutzfolie abgezogen. Die Motive bringt man an die jeweils gewünschte Stelle des Eies und drückt es vorsichtig an. Dann wird das Papier mit Wasser angefeuchtet und etwa 20-30 Sekunden abgewartet. Hiernach das Papier vorsichtig abziehen und überschüssiges Wasser mit einem Küchentuch entfernen. Wem das zu aufwendig ist, der besorgt sich Metallic-Farbe auf Wasserbasis und trägt diese mit einem weichen Pinsel auf die Eier auf. Textquelle: Ralph Kaste