Duftvielfalt zum Fest – Räucherstäbchen

Als passende Duftsorten für Räucherstäbchen bieten sich hierfür Kakao, Weihrauch, Fichte, Kiefer, Citrus, Lavendel und auch Sandel an.

Das Räuchern gehört wahrscheinlich zu den ältesten rituellen Praktiken der Menschheit.

Geräuchert wurde zu ganz unterschiedlichen Zwecken, so etwa zur Götterhuldigung, um mit Verstorbenen in Kontakt zu treten, zum Reinigen von Wohnräumen oder auch nur, um einen angenehmeren Geruch in Räume und Bekleidung zu bekommen. Vieles davon hat sich bis heute erhalten. Eine große Bedeutung hat das Räuchern ohne Zweifel im asiatischen Raum, wo es in vielen Ländern zur täglichen Kultur gehört. In unseren Breiten hat die Bedeutung in der Vergangenheit abgenommen, erfährt neuerdings aber eine interessante Belebung. Vielleicht hat dies auch mit dem gesteigerten Interesse für die asiatische Kultur und Lebensweise zu tun, was in vielen Bereichen unserer Gesellschaft deutlich zu spüren ist.

Die vor allem in Asien weit verbreiteten Stäbchen finden sich zunehmend auch bei uns wieder und werden in allen nur denkbaren Duftvariationen angeboten.

Bei diesen Sortimenten muss man aber genau darauf achten, dass die Qualität sehr gut ist. Es werden teilweise auch sehr billige Produkte angeboten, die künstliche Aromen und Zusatzstoffe enthalten. Diese sind nicht nur für die Gesundheit unserer Kinder äußerst bedenklich. Daneben spielt auch der in vielen Stäbchen enthaltene Holzkern eine gewichtige Rolle bei der Qualität. Wenn Holz als Träger verwandt wird, entwickelt sich mehr Rauch und der Duft ist wegen des schwelenden Holzes nicht so rein.

Deswegen gelten Räucherstäbchen ohne Holzkern als hochwertiger,

vor allem wenn sie von Hand und unter Verwendung ausgesuchter Zutaten aufwendig gepresst, geknetet und gerollt wurden. Die plastische Duftmasse besteht dabei aus einer Mischung von fein gemahlenen oder zerkleinerten Blüten, Gewürzen, Gräsern, Harzen, Hölzern und Rinden. Durch die Zugabe von Makkopulver oder Jegatpulver wird die zähe und klebrige Konsistenz erreicht.

Die bevorstehenden Weihnachtstage eignen sich hervorragend, um das nostalgische Flair des Räucherns zu probieren, zu erleben und zu genießen. Als passende Duftsorten bieten sich hierfür Weihrauch, Fichte, Kiefer, Citrus, Lavendel und auch Sandel an. Aber auch Ingwer, Jasmin, Kakao und Moschus haben durchaus ihren Reiz. Wie auch immer die Geruchs-Vorlieben geartet sind, äußerst interessant ist auch Cannabis – natürlich nur als Duft des Räucherstäbchens.

Textquelle: Ralph Kaste