Ruhe und Besinnlichkeit

In diesen Tagen kann die vorgeblich besinnlichste Zeit des Jahres schnell zur Herausforderung für die eigenen Kraftreserven werden.

Entspannte Pausen vor dem Fest. 

Allen guten Vorsätzen aus dem letzten Jahr zum Trotz, ist die Vorweihnachtszeit für viele wieder besonders stressig. Alles soll perfekt vorbereitet sein, letzte Geschenke werden gekauft, Wohnungen herausgeputzt, Tannenbäume geschmückt und das Festessen ist in seinen präzisen Abfolgen zum zigsten Mal gedanklich durchgespielt. Als ob das nicht schon genug Hektik wäre, da sind auch noch der Besuch der Schwiegermutter am zweiten Feiertag und das eigene Styling an den Festtagen organisatorisch zu bewältigen.

In diesen Tagen kann die vorgeblich besinnlichste Zeit des Jahres schnell zur Herausforderung für die eigenen Kraftreserven werden.

Dabei wäre es längst an der Zeit, diese Speicher langsam wieder aufzutanken, ein ganzes Jahr voller Ereignisse und Anstrengungen ist schließlich schon bewältigt. Doch entgegen unserer biologischen Uhr, die nun Entspannung für Körper und Seele fordert und auch dem fehlenden Licht im Winter Tribut zollt, verausgaben wir auch noch die letzten Reserve-Körner als Familien-Event-Manager.

Damit tun wir uns selbst und auch allen anderen Beteiligten aber keinen guten Gefallen.

An den Festtagen ist dann oft die Reizschwelle für Kritik und Missgeschicke so weit herabgesetzt, dass Nichtigkeiten auch noch die Stimmung gehörig vermiesen können. Natürlich ist es Blödsinn, alle Jahre wieder die gleichen guten Vorsätze auch für die Vorweihnachtszeit zu fassen, sie werden auch im kommenden Jahr nicht berücksichtigt. Am besten man fährt noch heute einen der sprichwörtlichen Gänge zurück und lässt die ganzen Vorbereitungen etwas ruhiger ablaufen. Weder ein kompletter Hausputz noch über das Jahr liegen gebliebene Reparaturen machen jetzt Sinn.

Ruhe und Besinnlichkeit sollten auf dem Plan stehen und auch gebührliche Berücksichtigung finden.

Dafür eignen sich ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft hervorragend. Der Körper wird ordentlich mit Sauerstoff angereichert und Glückshormone machen ihrem Namen hiernach wieder alle Ehre. Ein Nachmittag pro Woche nur für die eigenen Bedürfnisse, das reicht meist schon aus, um Energie und Frische zu tanken. Eine ruhige Umgebung für die Seele und zusätzlich ein paar wohltuende Wellness-Anwendungen, bringen Stabilität und Abwehrkräfte zurück. Gleichzeitig macht es Sinn, einige der Aufgaben zu delegieren. Nicht alle können zu den Festtagen Gäste sein. Den vollendeten Perfektionismus kann man beim Familienfest Weihnachten getrost vernachlässigen. Es ist der schlimmste Stressfaktor. Textquelle: Ralph Kaste 

Frohe Festtage!